Ein offener und entspannter Karl-Marx-Platz – so könnte es aussehen

Eine zentrale Forderung unserer Initiative ist die Umgestaltung der Plätze Rixdorfs – für mehr Nachbarschaft, für mehr Leben auf der Straße und weniger Lärm und Abgase. Der Karl-Marx-Platz ist einer der zentralen historischen Plätze, die den Richardkiez mit der Karl-Marx-Straße verbindet. Zudem gehört die Route Thomasstraße – Karl-Marx-Platz – Richardplatz zu den übergeordneten Fußgängerrouten Berlins. Er stellt für viele Menschen den Weg zum Einkaufen, zum ÖPNV, zum Körnerkiez oder dem Tempelhofer Feld dar. Andersherum betrachtet ist er das Tor nach Rixdorf, das von der trubeligen Einkaufsstraße in den entspannten Richardkiez führen könnte. Könnte, insofern als diese Bindegliedfunktion zur Zeit sehr eingeschränkt ist.

Die Bürgersteige sind viel zu schmal und vollgestellt, die Fahrbahn für Radfahrende aufgrund der Enge und des Pflasters quasi nicht benutzbar und die Platzinnenfläche vom Richardkiez kommend nicht gut erreichbar. Kein Wunder, dass dort – trotz der Zentralität des Platzes und dem starken Bedürfnis der Anwohnerschaft nach öffentlichen Räumen in diesem Gebiet – sich kaum aufgehalten wird.

Obwohl es offiziell zur verkehrsberuhigten Zone um den Richardplatz gehört, schieben sich die Autos tags- und nachts durch die enge Gasse. Auch der Spielplatz an der Rixdorfer Schnalle ist stark lärmbelastet und auf den engen Bürgersteigen kommt es häufig zu Konflikten.

Die Initiative „Mehr Kiez für Rixdorf“ fordert daher die Umgestaltung des Platzes hin zu einem Ort des entspannten Miteinanders für alle. Wie der Platz aussehen könnte, hat Linda Reiners für uns visualisiert. Wir finden es wunderbar und hoffen, dass diese Vision des Platzes auch von Politik und Verwaltung vorangetrieben wird!

Unterschriftenaktion

FÜR entspannte Plätze und Straßen in Rixdorf und GEGEN Lärm und Feinstaub durch ungehinderten Durchgangsverkehr in Nebenstraßen!

Am 4.07.2017 starten wir mit unserer Unterschriftenaktion.

Als Reaktion auf unsere Initiative hat das Bezirksamt entschieden, ein Gutachten für 30.000 Euro durchführen zu lassen. Auf Grundlage der gewonnen Daten sollen darin unser Vorschlag, sowie weitere durch Bürgerbeteiligung und Gutachter entstehende Konzepte geprüft werden.

Nun geht es darum, unseren Kreis von Unterstützer*innen für Maßnahmen der Verkehrsberuhigung und Platzumgestaltung weiter zu vergrößern und den zuständigen Stellen in Politik und Verwaltung aufzuzeigen, dass es eine breite Unterstützung vor Ort gibt.

Dabei könnt Ihr uns helfen und Unterschriften im Freundeskreis, in der Nachbarschaft oder anderen Orten im Kiez sammeln!

Gebt die ausgefüllten Listen bitte beim Buchladen „Die gute Seite“ am Richardplatz ab! Danke für Eure Mithilfe!

Hier der Link zum downloaden und ausdrucken der Listen:

 http://mehr-kiez-rixdorf.de/wp-content/uploads/2017/07/UListe_MKR.pdf

Senatorin Günther und Bürgermeisterin Giffey machen sich ein Bild vor Ort

Am 17. März konnten wir der Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz Regine Günther, der Bezirksbürgermeisterin Franziska Giffey und dem Bezirksstadtrat Jochen Biedermann die unerträgliche Verkehrslage anhand eines Rundgangs durch den Richardkiez erläutern. Schon zu Beginn der Tour am Esperantoplatz und entlang der Braunschweiger Straße wurde deutlich wie sehr durch den andauernden Verkehrslärm nachbarschaftliches Leben und Kommunikation auf der Straße und den Plätzen erstickt wird. Wir fordern, dass schnell gegengesteuert wird und ortsfremder Durchgangsverkehr aus den Wohnstraßen rausgehalten wird. Für die vielen eigentlich schönen Plätze im Kiez wünschen wir uns eine menschenfreundlichere Umgestaltung. Zum Abschluss auf dem Karl-Marx-Platz überreichten wir im Beisein weiterer Unterstützer*innen der Initiative der Senatorin und der Bezirksbürgermeisterin unsere Forderungen.

Bild könnte enthalten: 3 Personen, Personen, die stehen und im Freien
Bild könnte enthalten: 4 Personen, Personen, die lachen, Telefon und im Freien
Bild könnte enthalten: 4 Personen, Personen, die stehen, Baum, Fahrrad und im Freien
Bild könnte enthalten: 4 Personen, Personen, die stehen, Personen gehen spazieren und im Freien

Plätze für Menschen nicht Autos

In Rixdorf gibt viele eigentlich wunderschöne Plätze und eine lebendige Nachbarschaft, die diese gerne nutzt. Allerdings sind sie häufig zugestellt von parkenden Autos, es ist eng und laut und Kinder und ältere Menschen können dort häufig nicht sicher hinkommen. Dies betrifft in besonderem Maße den Karl-Marx-Platz, der trotz seiner zentralen Lage und den vielen Geschäften kaum als Platz genutzt wird, den Richardplatz, der nur schwer überquert werden kann und der Böhmische Platz, wo man regelrecht eingekesselt ist von parkenden Autos. Bei all diesen Plätzen könnte man durch die Umwidmung von Straßen zu Radwegen bzw. zu Platzfläche mit einfachen Mitteln viel erreichen. Wie so etwas aussehen könnte und wieviel Platz dadurch gewonnen werden würde, ist hier einmal von Guillaume Chabenat visualisiert worden. Am Alfred-Scholz-Platz ist das Konzept bereits sehr erfolgreich umgesetzt worden ohne das ein Verkehrschaos oder ähnliches entstanden wäre.

Hier einmal eine unvollständige Liste der Rixdorfer Plätze:

Karl-Marx-Platz

Richardplatz

Böhmischer Platz

Esperanto-Platz

Platz der Freundschaft

Siegfried-Aufhäuser-Platz

Mehr Kiez für Rixdorf! – Treffen der Anwohner*inneninitiative

Liebe Verkehrsgeplagte in Rixdorf,

unsere Anwohner*inneninitiative wurde im Sommer gegründet und seither snd einige Dinge geschehen. Wir haben vom QM Richardplatz Süd eine Unterstützung aus dem Aktionsfonds erhalten, einen Kiezrundgang mit Frau Giffey durchgeführt, uns ein Konzept zur Verkehrsberuhigung überlegt.

Außerdem wurde in Neukölln gewählt und mit der künftigen Zählgemeinschaft in der BVV aus SPD und Grünen bekommen wir auch neue Ansprechpartner*innen. Trotzdem haben wir noch einen langen Weg vor uns.

Wie wir diesen Weg gehen können und wollen, das wollen wir am kommenden Mittwoch beratschlagen.

Wir treffen uns am 26.10.2016 um 19:00 Uhr im Jugendklub Scheune, Böhmische Straße 39 a (oder über den Richardplatz zugänglich)

Bitte kommt zahlreich vorbei und bringt weitere Mitstreiter*innen mit, wenn ihr mögt. Weitere Infos folgen in den kommenden Tagen.

Kiezrundgang mit Frau Dr. Giffey

Frau Dr. Giffey, die Bezirksbürgermeisterin, hat sich am 07.09. mitten im Wahlkampf zwei Stunden Zeit genommen, mit einigen Aktiven der Anwohner*inneninitiative einen Rundgang durch den Kiez zu machen. Mit von der Parite waren auch Schulstadtrat Rämer und das Mitglied das Abgeordnetenhauses Joschka Langenbrinck (alle SPD).

Los ging es am Karl-Marx-Platz, wo gerade der Markt aufgebaut wurde. Weitere Stationen waren der Richarplatz an der Richardgrundschule, der Böhmische Platz, die Löwenzahngrundschule und die Braunschweiger Straße an der KiTa Großstadtzwerge. An einigen der Stationen wurden Gespräche mit Anwohner*innen, Gewerbetreibenden und Verteter*innen der dort beheimateten Institutionen geführt.

An allen Stationen haben wir Frau Giffey die dortigen Probleme erläutert. Sei es die schwierige Situation an der Rixdorfer Schnalle zwischen Richardplatz und Karl-Marx-Platz, der sich verkeilende Durchgangsverkehr am Böhmischen Platz, die Elterntaxi-Situation an der Löwenzahngrundschuloe oder die mit Mitteln des Fahrradetats der Senatsverwaltung errichtete Autorennstrecke in der Braunschweiger Straße.

Am Ende wurde vereinbart, dass wir Frau Giffey eine Liste mit Maßnahmen und deren Priorisierung zukommen lassen. Unser Eindruck war, dass bei ihr eine gewisse Offenheit für das Thema vorhanden ist. Die große Sorge ist immer wieder die Parkplatzsituation. Deswegen haben wir bei unseren Maßnahmen darauf geachtet, dass alle Bereiche des Kiezes erreichbar bleiben und – obwohl es kein Menschnerecht auf einen Parkplatz vor der eigenen Haustür gibt – es keine allzu große Einschränkung bei den Parkmöglichkeiten gibt.

Wie wir weiter verfahren werden, das wird beim nächsten Treffen der Anwohner*inneninitiative am 26.10.2016 besprochen.

Bericht von der Kiezversammlung am 07. Juli 2016

An einer Kiezversammlung, zu der das Netzwerk Fahrradfreundliches Neukölln in Kooperation mit dem Quartiersmanagement Richardplatz Süd aufgerufen hatte, nahmen ca. 40 engagierte Anwohner*innen Rixdorfs teil. Schnell wurde deutlich, wie sehr die Anwohnerschaft unter dem starken Durchfahrtsverkehr und den vielen Geschwindigkeitsüberschreitungen leidet. Trotz des breiten Spektrums an persönlichen Erfahrungen im Kiez – von der jungen Familie bis hin zum Kiez-Urgestein – wünschen sich alle effektive Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung, die über das Aufstellen von Schildern wie „Bitte nicht Durchfahren“ oder die Tempo-10-Zone hinausgehen. Anwesende Politiker*innen von CDU, SPD, Grüne und LINKE unterstützen in weiten Teilen das Anliegen der Bürger*innen. Um diesem Nachdruck zu verleihen und konkret zu werden, wurden weitere Aktionen und Treffen vereinbart. Wir erwarten, dass das Thema in der neuen Legislaturperiode von den Verantwortlichen politisch angegangen wird! Einen Bericht über die Kiezversammlung hat auch Bernhard Stelz auf der QM-Seite verfasst.

Reaktionen?

Der offene Brief des Quartiersrates stieß auf ein geteiltes Echo und von den angesprochenen Fraktionen in der BVV antworteten lediglich die Grünen. Während eine Reihe von Institutionen, Gewerbetreibenden, Politiker*innen und Anwohner*innen den offenen Brief unterstützten (vollständige Liste siehe unten), waren die Reaktionen aus der Verwaltungsspitze – gelinde gesagt – verhalten.

Bezirksbürgermeisterin Giffey erklärte, dass die Verwaltungsspitze kooperativ arbeite und daher Bezirksstadtrat Blesing als Ansprechpartner fungiere. Dieser lehnte allerdings auf der Veranstaltung „Neukölln fährt Rad“ im Rathaus am 06. Juli eine Reaktion mit den Worten ab, dass ein offener Brief ja irgendwie an alle gerichtet sei.

In der Folge wurde auf einer Kiezversammlung am 07. Juli angeregt, dass eine Anwohner*inneninitiative gegründet werden solle.

Liste der Unterstützer*innen des offenen Briefes:

  • Die Bürgerinitiative für die Verkehrsberuhigung der Braunschweiger Straße
  • das Café Dritter Raum in der Hetzbergstraße
  • der Haarnomade in der Hertzbergstraße
  • die Löwenzahn-Grundschule am Droryplatz
  • die Neon Energieökonomik GmbH am Karl-Marx-Platz
  • das Grüne Bürger*innenbüro in der Wipperstraße
  • das Interkulturelle Theaterzentrum Berlin ITZ am Esperantoplatz
  • der Veganladen Dr. Pogo an der Rixdorfer Schnalle
  • die Weinhandlung Balera am Karl-Marx-Platz
  • die Kita Großstadtzwerge in der Braunschweiger Straße
  • das Innenarchitekturbüro Badkultur Berlin in der Braunschweiger Straße
  • Anja Kofbinger, MdA, DIE GRÜNEN
  • Joschka Langenbrinck, MdA, SPD
  • Steffen Burger, BVV Neukölln, Piratenfraktion / DIE LINKE
  • Nicola Böcker-Giannini, BVV Neukölln, SPD
  • Ruben Lehnert, Kandidat zur Abgeordnetenhauswahl im Wahlkreis 3, DIE LINKE
  • Georg Kössler, Kandidat zur Abgeordnetenhauswahl im Wahlkreis 3, DIE GRÜNEN
  • Irmgard Wurdack, Kandidatin zur Abgeordnetenhauswahl im Wahlkreis 2, DIE LINKE
  • Thomas de Vachroi, Kandidat zur Abgeordnetenhauswahl im Wahlkreis 3, CDU

Wie alles anfing: Offener Brief des Quartiersrates Richardplatz Süd

In der Sitzung des Quartiersrates Richardplatz Süd am 07. April 2016 wurde lebhaft über die Verkehrssituation im Kiez diskutiert. Die anwesenden Quartiersratsmitglieder kamen dabei überein, dass die Nachbarschaft bereits seit vielen Jahren unter zunehmendem Durchgangsverkehr leidet. Nochmals verstärkt wurde dieser durch das Zusammenspiel von Echtzeitverarbeitung von Verkehrsdaten in modernen Navigationsgeräten und den Baustellen in der Karl-Marx-Straße und für den 16. Bauabschnitt der BAB100.

Insbesondere die Bewegungsfreiheit von Kindern und Jugendlichen wird hierbei massiv durch die Gefährdung eingeschränkt. Viele Anwohner*innen leiden auch unter dem Verkehrslärm. Die sich gerade entwickelnden Strukturen im Kiez, zu denen auch eine Reihe von Büros, Freiberufler*innen und Kiezläden zählen, werden in ihrer Arbeit zunehmend behindert.

Im Anschluss an die Diskussion wurde beschlossen, dass ein offener Brief an die politisch Verantwortlichen in Bezirk und Senat verfasst werden solle, um sie auf die Situation aufmerksam zu machen und zu Handeln zu bewegen – dieser wurde am 28. April übermittelt.

Der offene Brief zum Download und im Wortlaut:

Offener Brief des Quartiersrates Richardplatz Süd
Fußgänger- und Fahrradfreundlicher Richardkiez für ein sicheres und
lebenswertes Wohnquartier
Sehr geehrte Frau Dr. Giffey,
viele Bewohnerinnen und Bewohner im Richardkiez sehen sich in ihrer Wohnumgebung großen Belastungen durch hohen Kfz-Verkehr ausgesetzt. Lärm- und Abgasemissionen, zugeparkte Straßenkreuzungen sowie eine mangelnde Aufenthaltsqualität in einigen Teilen des Kiezes werden von den Bewohner*innen als zunehmendes Problem empfunden. Auch die häufigen Geschwindigkeitsüberschreitungen im gesamten Gebiet führen dazu, dass nicht nur Kinder und ältere Personen auf dem Weg zu den Einrichtungen im Herz des Gebietes sondern auch alle anderen Bewohner*innen sich nicht sicher zu Fuß oder mit dem Rad bewegen können. Die geographische Lage des Kiezes zwischen zwei Hauptverkehrsachsen und die Nähe zur A100 sorgen dafür, dass u.a. die Routen Hertzbergstraße – Richardplatz – Karl-Marx-Platz, Hertzbergstraße – Böhmische Straße/Platz – Niemetzstraße-
Braunschweiger Straße stark von Durchgangsverkehr belastet sind.
Der öffentliche Raum im Richardkiez soll allen Menschen soziale Teilhabe ermöglichen und ein lebenswertes Wohnumfeld bieten. Dies ist nur gewährleistet, wenn das zu Fuß Gehen und das Fahrradfahren als ökonomisch und ökologisch nachhaltige Formen der Mobilität im
Quartier sicher, jederzeit und für alle möglich sind.
Der Quartiersrat Richardplatz Süd, als Vertretungsorgan der Bewohner*innen im Quartiersmanagementgebiet Richardplatz Süd, bittet daher den Bezirk, durch geeignete bauliche Maßnahmen und Maßnahmen der Verkehrsführung den Kfz-Verkehr im Richardkiez wirksam zu beruhigen und insbesondere den Durchfahrtsverkehr einzuschränken. Außerdem sollen durch eine bessere Ampelschaltung die Stauzeiten auf der Saalestraße verringert werden.
Weiterhin bittet der QR den Bezirk sich für eine Umgestaltung von Plätzen im Richardkiez einzusetzen – insbesondere den Böhmischen und den Karl-Marx-Platz. Beide Plätze könnten von ihre Lage und Anlage her eine hohe Aufenthaltsqualität bieten. Durch die Umgestaltung sollen Lärm-, Abgas- und Feinstaubbelastung deutlich gesenkt werden. Für ein gutes
Miteinander im Bezirk sollen diese Plätze mit dem Rad und zu Fuß gut und sicher zu erreichen und einsehbar sein.

Der QR bittet den Bezirk insbesondere an Kreuzungen, die nicht fußgängerfreundlich ausgebaut sind, Fahrradbügel am Fahrbahnrand zu errichten, damit Kinder und mobilitätseingeschränkte Personen eine verbesserte Sichtbeziehung auf die Straße erhalten. Die vielfältigen Gelegenheiten im Quartier profitieren dabei zudem von der Möglichkeit, Fahrräder überall so abstellen zu können, dass der Fußverkehr nicht eingeschränkt wird.
Mit freundlichen Grüßen,
Der Quartiersrat Richardplatz Süd

Verteiler:
Bezirksbürgermeisterin Giffey
Bezirksstadtrat Blesing
Vorsitzende und verkehrspolitische Sprecher*innen der BVV Fraktionen
Senator Andreas Geisel
Staatssekretär Gaebler
Leiter Verkehrslenkung Berlin